ÜBER MICH

Ich wurde in Bratislava geboren und bin in Modra, einer Kleinstadt unweit der slowakischen Hauptstadt, aufgewachsen. Dort besuchte ich die Grundschule und das Gymnasium, später studierte ich in Bratislava Kulturtheorie und schloss mein Studium mit dem Magistertitel ab.

Bereits während meines Studiums beschäftigte ich mich intensiv mit kultureller Evolution. Auch meine Diplomarbeit widmete sich diesem Thema. Danach begann ich mit den Vorbereitungen für ein Doktoratsstudium: Ich wollte über künstliche Intelligenz und die kulturellen Folgen der Entstehung einer „starken KI“ forschen. Letztlich entschied ich mich jedoch gegen eine akademische Laufbahn und begann im IT-Sektor zu arbeiten.

Ich spreche fließend Slowakisch, Tschechisch, Deutsch und Englisch sowie etwas Französisch und habe mehrere Jahre in verschiedenen europäischen Ländern gelebt. Ich arbeite gerne mit Menschen, organisiere Projekte und führe große Teams. Das größte Team, für das ich verantwortlich war, bestand aus rund 120 Menschen in Halle und Frankfurt und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von ungefähr 120 Millionen Euro.

Mehrere Jahre lang leitete ich den slowakischen Zweig der paneuropäischen Bewegung DiEM25. Später war ich Betriebsrats- und Gewerkschaftsvorsitzender bei Dell Technologies, einem der größten IT-Konzerne der Welt.

Mein gewerkschaftliches Engagement hatte Konsequenzen: Ich wurde entlassen und führe seit mittlerweile zweieinhalb Jahren einen Rechtsstreit gegen Dell Technologies. Ein Ende des Verfahrens ist bis heute nicht absehbar. Diese Erfahrung war auch einer der Gründe, warum ich nach Wien gezogen bin.

Heute lebe ich in Wien und arbeite am Aufbau der Neuen Linken – einer offenen, demokratischen, libertären und kosmopolitischen Linken für Österreich und Europa.


WARUM NEUE LINKE?

Globalisierung ist eine Realität. Globale Herausforderungen verlangen deshalb globale Antworten.

Kein europäischer Staat kann Klimakrise, soziale Ungleichheit, Steuerflucht, technologische Umbrüche, Migration, Militarisierung oder die Macht multinationaler Konzerne allein bewältigen. Auch Österreich nicht.

Ich lehne die Vorstellung ab, wir könnten uns in die vermeintlich sichere Blase des Nationalstaates zurückziehen. Ich sehe Globalisierung und Kosmopolitismus nicht grundsätzlich als Bedrohung, sondern als Chance – sofern wir sie demokratisch gestalten.

Die Zusammenarbeit aller Menschen auf diesem Planeten ist kein naiver Traum, sondern eine Überlebensfrage. Wir sitzen tatsächlich alle im selben Boot. Wir bestehen aus demselben Sternenstaub, leben im selben Ökosystem und unsere Schicksale sind längst untrennbar miteinander verbunden.

Ungleichheit, Klimakrise und Militarismus können wir nur international lösen. Teil dieser Welt zu sein bedeutet auch, Verantwortung für sie zu übernehmen.


MEINE VISION DER ZUKUNFT

FORTSCHRITT BEDEUTET, UTOPIEN WIRKLICHKEIT WERDEN ZU LASSEN

Ich stelle mir eine Welt vor, in der Menschen füreinander sorgen und in der uns das Leid anderer Lebewesen nicht gleichgültig ist – unabhängig davon, ob es sich um Menschen oder Tiere handelt.

Deshalb engagiere ich mich neben der Neuen Linken auch in der Bewegung Effective Altruism. Seit mehreren Jahren spende ich für besonders wirksame Hilfsprojekte. Insgesamt habe ich bisher mehr als 5.000 Euro für Projekte in afrikanischen Ländern gespendet.

Statistisch betrachtet haben diese Spenden bereits dazu beigetragen, ungefähr zwei Menschenleben zu retten. Jeden Monat kommt ein weiterer kleiner Beitrag hinzu – für einen dritten Menschen, einen vierten, einen fünften…

Sich selbst hilft man am nachhaltigsten, indem man auch anderen hilft.

Ich bin außerdem Mitglied von Moral Ambition, einer internationalen Bewegung des niederländischen Historikers und Autors Rutger Bregman.

Man kennt Rutger aus Davos:

Sie will Menschen dazu ermutigen, ihre Fähigkeiten nicht nur für Karriere und persönlichen Reichtum einzusetzen, sondern für die Lösung der großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit.

Darüber hinaus bin ich Mitglied der:

Diese Mitgliedschaften bedeuten nicht, dass ich jede Position dieser Organisationen teile. Sie bedeuten, dass ich mich aktiv einmische.

Eine demokratische Gesellschaft funktioniert nicht durch Zuschauen. Sie funktioniert nur, wenn Menschen Gewerkschaften, Vereinen, Initiativen, Parteien, Genossenschaften und Bürgerbewegungen beitreten und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Auch Österreich hat zwar eine stärkere Tradition gesellschaftlicher Organisation als viele andere Länder, doch Mitgliedschaften, Beteiligung und Vertrauen gehen seit Jahrzehnten zurück. Immer mehr Menschen betrachten Politik als etwas, das „die da oben“ untereinander ausmachen.

Das ist gefährlich.

Eine funktionierende Gesellschaft braucht Menschen, die sich organisieren. Demokratie ist kein Streamingdienst. Man kann sie nicht bloß konsumieren.


WIE SOLL ÖSTERREICH AUSSEHEN?

Ich möchte in einem Österreich leben, in dem lebenslanges Lernen keine leere Floskel ist. Bildung und Gesundheit müssen echte Prioritäten sein – und Prioritäten erkennt man nicht an Sonntagsreden, sondern am Budget.

Ich möchte in einem Land leben, in dem Menschen am Rand der Gesellschaft nicht als Sündenböcke behandelt werden. Niemand soll auf der Straße leben oder dauerhaft unter unwürdigen Bedingungen vegetieren müssen.

Obdachlosigkeit ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und kann durch andere politische Entscheidungen beseitigt werden.

Ich möchte in einem Österreich leben, das möglichst große wirtschaftliche Gleichheit als demokratisches Ziel versteht. Dazu gehören progressive Steuern auf hohe Einkommen, große Vermögen und Millionenerbschaften.

Wer arbeitet, konsumiert oder eine Wohnung mietet, wird laufend besteuert. Wer Milliarden erbt, zahlt in Österreich dagegen keinen einzigen Euro Erbschaftsteuer.

Das ist keine Leistungsgesellschaft. Das ist eine Erbengesellschaft.

Milliardäre und Multimillionäre sind keine Naturerscheinung. Ihre Existenz neben Armut, Wohnungslosigkeit und kaputtgesparten öffentlichen Einrichtungen ist ein politisches Versagen unserer Zivilisation.


DEMOKRATIE MUSS AUCH IN DER WIRTSCHAFT GELTEN

Ich möchte in einem Land leben, in dem möglichst viele Unternehmen ihren Beschäftigten gehören.

Menschen sollen nicht ihr ganzes Berufsleben lang bloß Anweisungen ausführen und den Reichtum anderer vermehren. Sie sollen Mitbestimmungsrechte besitzen, Verantwortung übernehmen und am gemeinsam erwirtschafteten Wohlstand beteiligt sein.

Genossenschaften, Belegschaftseigentum und demokratisch geführte Unternehmen müssen einen wesentlich größeren Teil unserer Wirtschaft bilden.

Wir reden ständig von politischer Demokratie. Gleichzeitig verbringen die meisten Menschen den Großteil ihres Lebens in hierarchisch organisierten Betrieben, in denen sie kaum etwas zu entscheiden haben.

Das ist ein Widerspruch.

Demokratie darf nicht an der Eingangstür des Arbeitsplatzes enden. Ohne wirtschaftliche Demokratie gibt es keine echte politische Demokratie!


WEDER STAATSKULT NOCH MARKTFUNDAMENTALISMUS

Der Staat ist weder grundsätzlich gut noch grundsätzlich schlecht. Dasselbe gilt für den Markt.

Was privat besser funktioniert, kann privat organisiert werden. Was öffentlich besser funktioniert, gehört in öffentliche oder gemeinschaftliche Hand.

Entscheidend ist nicht die Ideologie des Eigentümers, sondern das Ergebnis für die Gesellschaft.

Gesundheitsversorgung, Bildung, öffentlicher Verkehr, Energie, Wasser, soziale Infrastruktur und leistbares Wohnen dürfen nicht ausschließlich nach dem Prinzip maximaler Rendite organisiert werden.

Gleichzeitig brauchen Menschen Raum für Eigeninitiative, Unternehmertum, Kreativität und dezentrale Lösungen.

Eine moderne Linke muss beides können: gemeinschaftliche Sicherheit schaffen und individuelle Freiheit verteidigen.

GEGEN DIE KONSUMMASCHINE

Ich möchte in einem Österreich leben, das sinnlosen Konsum nicht als höchsten Lebenszweck darstellt.

Unsere Vorbilder sollten nicht jene sein, die möglichst viel besitzen, sondern jene, die Wissen schaffen, anderen helfen, Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft verbessern.

Der Umfang kommerzieller Werbung muss begrenzt werden. Menschen werden täglich mit Tausenden Markenbotschaften, Logos, Anzeigen und Kaufaufforderungen konfrontiert. Öffentliche und digitale Räume werden zunehmend zur Verkaufsfläche.

Diese permanente Manipulation ist weder normal noch harmlos.

Eine Wirtschaft, die nur funktioniert, wenn Milliarden Menschen ständig Dinge kaufen, die sie weder brauchen noch wirklich wollen, ist nicht nachhaltig.

Wir brauchen mehr Lebensqualität – nicht immer mehr Zeug.


FRIEDEN STATT ENDLOSER AUFRÜSTUNG

Ich möchte in einem Österreich leben, das seine historische Rolle als neutraler Staat ernst nimmt und sich international konsequent für Abrüstung, Diplomatie und das Verbot von Atomwaffen einsetzt.

Österreich gehört zu den Staaten, die den UN-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen unterstützen. Diese Haltung muss verteidigt und ausgebaut werden.

Sicherheit entsteht langfristig nicht durch immer größere Waffenarsenale, sondern durch Zusammenarbeit, wirtschaftliche Gerechtigkeit, kulturellen Austausch, funktionierende internationale Institutionen und Diplomatie.

Wenn Gesellschaften eng zusammenarbeiten und ihre Konflikte fair lösen können, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie einander bekämpfen.

Frieden ist nicht bloß die Zeit zwischen zwei Kriegen. Frieden ist eine politische Aufgabe.


PANTHEISMUS, HUMANISMUS UND KOSMOPOLITISMUS

Ich bekenne mich offen zum Pantheismus. In dieser Tradition stehen für mich Denker und Künstler wie Baruch Spinoza, Giordano Bruno, Heraklit, Johann Wolfgang von Goethe, Albert Einstein, Laozi und John Lennon.

Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott außerhalb der Natur. Das Universum, die Natur und alles Leben bilden für mich eine miteinander verbundene Wirklichkeit.

Deshalb bin ich Mitglied der Universal Pantheist Society, der ältesten noch bestehenden pantheistischen Organisation der Welt. Mit ihrem Vorsitzenden habe ich auch ein ausführliches Interview geführt.

Wenn die Menschheit eines Tages zu einer tatsächlich kooperierenden Zivilisation werden will, müssen wir die geistigen Zwangsjacken von religiösem Fundamentalismus und aggressivem Nationalismus überwinden.

Unsere Herkunft, Staatsbürgerschaft oder Religion darf nicht darüber entscheiden, welchen Wert ein Mensch besitzt.

Wir sind nicht zuerst Österreicher, Slowaken, Deutsche, Christen, Muslime oder Atheisten.

Wir sind zuerst Menschen.


WARUM ICH DAS ALLES MACHE

Ich will nicht bloß kommentieren, was falsch läuft.

Ich will Menschen zusammenbringen, Strukturen aufbauen und zeigen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist: demokratischer, freier, gleicher, ökologischer und solidarischer.

Die Neue Linke soll kein weiterer politischer Fanclub sein. Sie soll ein Ort für Menschen werden, die selbstständig denken, sich organisieren und Verantwortung übernehmen wollen.

Wir müssen nicht in jeder Frage einer Meinung sein.

Aber wir sollten uns auf etwas Grundlegendes einigen können:

Die Gesellschaft gehört uns allen. Also sollten auch wir alle darüber entscheiden, wie sie funktioniert.

MEINTE TESTS

https://www.politicalcompass.org/test/de?page=1

https://www.idrlabs.com/eysenck-political/test.php

https://8values.github.io

https://www.dichotomytests.com/test.html?id=5